• heißt jede und jeden willkommen! 2018 entstand erstmals die Idee, Menschen mit und ohne Religion unter einem Zelt an der Bockenheimer Warte zusammenzubringen. Unter dem Motto „Unter einem
    Zelt – Triff deinen Nachbarn“. öffneten sich hier Religionsgemeinschaften allen Neugierigen und Nachdenklichen, allen Diskussionsbereiten und Dialoginteressierten. 2019 ging es dann bei Kaffee, Tee und Döner, bei Puppenspiel und Poetryslam, mit Musik und interkulturellem Austausch unter dem Motto „Unter einem Zelt – die Welt an der Warte“ weiter. 2021 geht das Dialogzelt erstmals online. Das Zelt feiert die Vielfalt von Kultur und Religion immer wieder neu und anders. Keine*r ist Gastgeber*in und jede*r Gast!
     

  • spielt in jeder Religion eine Rolle! Am Anfang der hebräischen Bibel stehen die Geschichten der umherziehenden Väter und Mütter Abraham und Sarah, Isaak und Rebekka, Jakob und Lea und Rahel. Bezeichnend für sie war ihre nomadische Lebensweise im Zelt. Sie zieht sich durch die ersten Geschichten der Hebräischen Bibel. Diese teilen jüdische und christliche Menschen mit Muslim*innen, denn dort finden sie sich in ähnlicher Form im Koran wieder. Auch in den asiatischen Religionen, im Buddhismus und Hinduismus, spielt das Zelt eine Rolle, genauso wie in den neuen Religionen, die in den letzten Jahrhunderten entstanden sind. So wird das Zelt zu einem Symbol, das alle verbindet.
     

  • hat keine Türen! Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel sind oft wunderschöne Bauwerke, die die Gläubigen nicht zu Unrecht in ehrfurchtsvolles Staunen versetzen können. Doch diese Bauwerke haben Türen und Fenster, die nicht immer offen sind. Ein Zelt ist das genaue Gegenteil. Ein luftiger Ort, der leicht zugänglich ist. Wer das Zelt betreten möchte, muss keine Vorbedingungen erfüllen. Das Zelt steht allen offen, vor allem denen, die neugierig sind. 
     

  • schützt vor schlechtem Wetter und schlechter Rede! Vor Vorurteilen, Fake News, Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Wer hier Schutz sucht, wird Gleichgesinnte finden. Wer in dieses Zelt kommt, der wird mehr darüber lernen, wie man Solidarität gegenüber denen zeigt, die man bisher viel zu lange im Regen hat stehen lassen. 
     

  • ist flexibel! Gebäude können gefährlich sicher werden, weil sie unbeweglich sind. Ein Zelt ist beweglich. Das kann man an einem Ort ab und an einem anderen Ort wiederaufbauen. So geschieht Entwicklung im Miteinander. Im Zelt lässt es sich leichter verstehen, dass andere Religionsgemeinschaften keine Konkurrent*innen, sondern Freund*innen sind, dass Alte von den Jungen, wie Junge von den Alten lernen können und dass religiöse Dogmen, die in Stein gemeißelt schienen, beweglicher sind als gedacht. Ein Zelt geht vorwärts, wo Gebäude zurückbleiben.
     

  • gehört jeder und keinem! Gebäude gehören immer jemandem. Er hat einen Anspruch darauf, sie bestimmt wie die Einrichtung aussehen soll, warum das Kreuz da hängen muss, die Frauen dort sitzen sollen und es keine Musik geben darf. Im Zelt darf alles überall sein, denn das Zelt kennt keine und alle Regeln und gemeinsam wird bestimmt, was gelten soll und was nicht sein darf. Was ist wem wichtig und wer nimmt darauf Rücksicht und wer kann auf was verzichten. Im Zelt ist vieles möglich, weil alles in Frage gestellt wird.
     

  • hat für alle Platz! Es gibt nur wenige Bedingungen: Achte Menschen jeder Religion und Weltanschauung. Lerne Vielfalt zu genießen! Verachte Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und jede andere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Dann bist du in diesem Zelt jederzeit willkommen!

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Das Dialogzelt ...